| Der
"Vino Mezcal" dieser Region nahm den Namen seines Anbaugebietes
an - "Tequila"! Die verwendeten Rohstoffe, die Herstellungsverfahren,
die unterschiedlichen Reifezeiten, die verschiedenen Fässer
und nicht zu vergessen die hohe Kunst der einzelnen Brennmeister
bestimmen Aroma, Geschmack und Verträglichkeit eines Tequilas.
Die "Blaue Agave" benötigt für ihre Reife ca.
8 bis 12 Jahre, dann wird sie ausgegraben und von den spitzen Blättern
befreit, so daß nur das Herz übrig bleibt. Die bis zu
170 Pfund schweren Herzen, auch "Pina" genannt, werden
in Stücke geschnitten und zum Garen für 24 bis 36 Std.
in Ziegel- oder Betonöfen gepackt. Durch den Garvorgang geben
die "Pinas" ihren Saft "Agua miel" ab. Dieser
Honigsaft wird je nach Qualität zwischen 36 Std. und 10 Tagen
vergoren und anschließend zweimal destilliert. Bei einem 100%-Agave-Tequila
wird nur der Agavensaft und natürliche Gärhefe verwendet.
Bei einem Mixto werden zu den gesetzlich vorgeschriebenen 51% Agavensaft
noch 49% andere Fremdzucker und chemische Gärhilfen zugegeben.
Den weißen Mixtos werden Aromastoffe und den goldenen Mixtos
noch zusätzlich Farbstoffe zugesetzt. Jeder Tequila bei dem
das Etikett nicht ausdrücklich auf 100% Agave hinweist, ist
mit Sicherheit ein Mixto. Wird das frische Destillat jetzt in Flaschen
gefüllt, handelt es sich um die Tequilas Blanco, Silver oder
auch Plata. Tequilas Reposado (abgelagert) reifen mindestens 2 bis
9 Monate in Rotholz- oder Eichenfässern und erhalten dadurch
eine hellgelbe Farbe. Sie sind weicher und erhalten zusätzliche
Aromen, die den Agavengeschmack verfeinern. Tequilas Anejo (gealtert)
reifen mindestens 1 bis 4 Jahre in Kentucky-Bourbon- oder auch Cognac-Fässern.
Sie sind etwas dunkler als die Reposados und gute Qualitäten
besitzen ein ausgewogenes Verhältnis vom eigenen Agavenaroma,
der weichen Textur, den Vanilletönen und der Würze, die
durch die Faßreife bewirkt werden. Einen guten Tequila sollte
man bei Zimmertemperatur und aus einem bauchigen Glas genießen.
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